Sind Erdgasfahrzeuge eine vernünftige Alternative?
Ja. Erdgasfahrzeuge sind eine vernünftige Alternative – sowohl für Ihren Geldbeutel als auch für die Umwelt. Tanken mit Erdgas ist preiswert. Der Kraftstoff hält außerdem die Luftverschmutzung durch den Fahrzeugverkehr in Grenzen. Schier grenzenlos ist der Aktionsradius mit einem bivalent betriebenen Fahrzeug.
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Vergleich: Erdgas - Flüssiggas
Rechnet sich die Anschaffung eines Erdgasfahrzeugs?
Der Kraftstoffverbrauch auf 100 km ist abhängig von der Fahrweise. Ein PKW benötigt circa 5 bis 6 Kilogramm Erdgas zu 1,019 Cent/kg (Stand: 1. August 2010, aktueller Preis an der EVH-Tankstelle). Dies entspricht 69,6 Cent/Liter Superbenzin (bezogen auf den Energieinhalt). Sie sparen damit circa 60 Prozent Kraftstoffkosten. Die Mehrkosten für Neuanschaffung oder Umrüstung haben Sie damit schnell wieder in der Haushaltskasse.
Wie viel sparen Sie genau?
Rechnen Sie es aus. Vergleichen Sie im Wirtschaftlichkeitsrechner verschiedene Erdgasfahrzeuge mit den entsprechenden Benzin- und Dieselmodellen. Alle relevanten Kostenbestandteile wie Anschaffungspreis, Restwert, Kraftstoffkosten, Steuern, Versicherung und Wartungskosten werden berücksichtigt.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Kunden der EVH, die ein Erdgasfahrzeug kaufen oder sich ihr Auto auf Erdgasbetrieb umrüsten lassen, erhalten im Rahmen einer Werbevereinbarung 300 Euro Zuschuss. Dafür verpflichtet sich der Kunde, an seinem Fahrzeug einen Aufkleber für Erdgaswerbung anzubringen. Die Taxiförderung der EVH GmbH beträgt 600 Euro. Interessiert? Infos gibt’s unter Telefon (03 45) 5 81 - 26 72.
Der Initiativkreis Erdgasfahrzeuge Sachsen/Sachsen-Anhalt belohnt die Neuanschaffung eines Erdgasautos bis 31. Dezember 2009 mit einer zusätzlichen Umweltprämie von 250 Euro. Förderanträge für diese Förderung erhalten Interessierte unter www.erdgasplus.de/ikssa. Unterstützt werden die ersten einhundert Privatpersonen, die ab dem 4. Juli 2009 ein Erdgasfahrzeug erworben und in Sachsen oder Sachsen-Anhalt zugelassen haben. Es gilt das Eingangsdatum des Antrags.
Und wo kann man tanken?
Das Netz der Erdgastankstellen wird immer dichter. Mittlerweile gibt es drei Erdgastankstellen in Halle.
Freiimfelder Str. 43, 06112 Halle
Blücherstr. /Selkestr. 7, 06112 Halle (Autohaus Halle-West GmbH)
Salzmünder Str. 25, 06120 Halle (Autohaus Stoye)
An den halleschen Erdgastankstellen tanken EVH-Kunden bargeldlos. Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Rechnung. Nähere Auskünfte erhalten Sie unter (03 45) 581 26 72.
Bundesweit gibt es mittlerweile circa 750 Tankstellen. Tendenz steigend. Ein aktuelles Tankstellenverzeichnis finden Sie unter http://www.gibgas.de/
Welche Hersteller bieten Erdgasfahrzeuge an und wo kann man umrüsten?
Erdgasfahrzeuge werden serienmäßig von folgenden Herstellern angeboten: Ford, Fiat, Opel, Mercedes-Benz, Volkswagen, Peugeot, Citroen. Fast alle Autos mit einem Ottomotor können umgerüstet werden. Das Autohaus Stoye in Dölau, Salzmünder Straße 25, ist eine vom TÜV zertifizierte Werkstatt in unserem Stadtgebiet, die die Umrüstung und Wartung durchführt. Ansprechpartner im Autohaus ist Herr Leckzik, Telefon (03 45) 5 58 87 27.
Sie haben die Wahl: Fahren Sie monovalent oder bivalent.
Monovalente Fahrzeuge haben entweder gar keinen Benzintank mehr oder im Verhältnis zur Gesamtreichweite des Fahrzeuges nur noch einen kleinen Benzintank (z. B. 14 Liter beim Opel Zafira). Bivalent betriebene Fahrzeuge - wie zum Beispiel der VW Golf IV - haben die volle Reichweite für den Benzinbetrieb und zusätzlich einen Erdgastank für circa 200 km.
Wie hoch ist der Platzverlust im Kofferraum?
Bei serienmäßig hergestellten Pkws werden die Erdgastanks in die Reserveradmulde bzw. zwischen die Achsen des Fahrzeuges eingebaut. Dadurch ist der Platzverlust minimal bzw. nicht vorhanden. Bei einer Umrüstung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die aber fast immer mit nicht unerheblichem Platzverlust verbunden sind. Entweder werden die Tanks in den Kofferraum eingebaut oder gehen zu Lasten der Rücksitzbank.
Wie ist das Leistungsverhalten der Motoren?
Die Motoren serienmäßig hergestellte Pkws haben zwischen Benzin- und Erdgasbetrieb keine unterschiedliche Leistung. Bei Fahrzeugen, die umgerüstet werden, ergibt sich für die Motoren bei Erdgasbetrieb eine Leistungsreduzierung um ca. 10 %.
Und die Steuerspareffekte sind langfristig.
Die niedrigen Treibstoffpreise ergeben sich durch einen niedrigeren Mineralölsteuersatz. Dieser reduzierte Mineralölsteuersatz gilt vorerst bis Ende 2018. Dadurch erlangen Fahrzeughalter, die sich Erdgasfahrzeuge anschaffen, zusätzliche Planungssicherheit.
Ist das Fahren mit Erdgas gefährlich?
Nein. Ergas ist die sichere Alternative zu Benzin oder Diesel. Die gesetzlichen Anforderungen für Erdgastanks sind sogar noch strenger als für Benzintanks. Sicherheitsprüfungen des TÜV, Langzeittests der ADAC-Straßenwacht oder auch praktische Erfahrungen der Feuerwehr sprechen für die Sicherheit der Technologie.
Die Umwelt dankt es.
Der Ausstoß von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid-, Ruß- und anderen Partikelemissionen wird beim Einsatz des Kraftstoffs Erdgas nahezu vollständig vermieden. Von allen fossilen Energieträgern weist Erdgas bei der Verbrennung die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf: Im Vergleich zu einem Benziner verursacht Erdgas zum Beispiel bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei. Die "weichere" Verbrennung des Erdgases vermindert zudem das Motorgeräusch deutlich.
Sie wollen ein Erdgasauto testen?
Mit unserem erdgasgetriebenen Beetle erleben Sie Fahrspaß pur. Probieren Sie es. Die EVH ermöglicht Ihnen gern eine Probefahrt.
Informieren Sie sich unter Telefon (03 45) 5 81 - 26 72.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.erdgasfahrzeuge.de/




